Arbeitnehmer schützen gegen elektromagnetische Felder – Beurteilung Arbeitsplatz

By | Februar 10, 2016


electronics equipment assembly workplaceDie neue EU-Richtlinie 2013/35/EU zum Schutz von Arbeitnehmern vor gesundheitsgefährdenden elektromagnetischen Feldern tritt mit 1. Juli 2016 in Kraft. Dies ist ein weiterer Schritt, um der zunehmenden Belastung von Menschen durch elektromagnetische Exposition entgegen zu wirken.

Jeder Arbeitsplatz muss dahingehend begutachtet und bewertet werden, inwieweit eine grenzwertüberschreitende Exposition bzw. das Risiko einer Grenzwertüberschreitung vorliegt. Es handelt sich also, um eine Risikobewertung, welche wie folgt durchzuführen ist:

  • Erfassung der Feldquellen: Elektrische und elektronische Geräte direkt am Arbeitsplatz und auch Anlagen im Umfeld des Arbeitsplatzes sind zu lokalisieren zu erfassen und zu bewerten.
  • Beschreibung der Arbeitsaufgaben:  Die einzelnen Arbeitsgänge sind zu erfassen und zu bewerten
  • Personen, die die Arbeit ausführen:  Arbeitnehmer mit besonderen Faktoren der Gefahr sind zu erfassen, z.B. der Mitarbeiter trägt ein Implantat.
  • Art und Weise, wie die Arbeit ausgeführt wird: Die Positionierungen von Körper oder Körperteilen zu Feldquellen, die Verweildauer, usw. sind zu erfassen und zu bewerten.

Als Arbeitplatz gelten alle Plätze an denen sich Mitarbeiter aufhalten können. Auch die Küche, wo Arbeitnehmer ihr Mittagessen konsumieren, muss genau so betrachtet werden, wie beispielsweise Anlagen die nur sporadisch (z.B. bei Wartung) betreten werden. z.B. Energieversorgungsanlagen, Kompressorräume usw.

Die Anhörung der Arbeitnehmer und die Beobachtung der Arbeitstätigkeiten sind in diesem Schritt besonders wichtig. Wie eine Arbeitstätigkeit in der Praxis ausgeführt wird, kann sich von ihrer theoretischen Ausführung unterscheiden. Auch sind nicht routinemäßige Aufgaben bei der Bewertung zu berücksichtigen, wie beispielsweise:

• Reinigung
• Wartung
• Instandhaltung
• Reparatur
• neue Anlagen
• Inbetriebnahme
• Außerbetriebnahme

Arbeitplätze oder die Verwendung von Arbeitsmittel sind hinsichtlich elektromagnetischer Felder sehr unterschiedlich. Auf einem Büroarbeitsplatz wo übliche Geräte wie PC, SmartPhone und Drucker verwendet werden,  ist wohl nur mit wenig Belastung zu rechnen. Das zeigen auch die Darstellungen im Leitfaden zur Richtlinie 2013/35/EU. Hier wird eine Bewertung schnell erledigt sein und das Verhalten der Mitarbeiter wird dabei kaum eine Rolle spielen.


In Industrieumgebungen ist aber mit erheblich höheren Belastungen zu rechnen. Schweißgeräte und -Anlagen, Induktionsöfen, Trafos, Energieversorgungsanlagen, Elektrolysesysteme, starke Elektromotoren uvm. können relevante Felder produzieren die entsprechend bewertet werden müssen. Auch Arbeitsplätze in der Nähe von Mobilfunkanlagen oder besonderen medizinischen Analgen (z.b. Magnetresonanzthomografen) weisen unter Umständen hohe Expositionsgrade auf. Und hier spielt es dann wirklich eine Rolle, wie sich die Mitarbeiter verhalten. Es ist wichtig wie sich mit der Anlage umgehen und wo sich sich bei der Arbeit im Detail befinden. Schulungen der Arbeitnehmer hinsichtlich der richtigen Verhaltensweise und Schutzmassnahmen (Schirmung, Absperrungen usw.) sind dann oft die einzig hilfreichen Mittel zum Schutz der Arbeitnehmer.

Video Theorie EM-Felder

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