Das Ziel





 

Juli 2017 – Das Ziel des Projektes ist…

 

Es geht los. Ich starte mit meinen ersten Überlegungen, wie ich die Produktionsplanung mache. Ich denke an Aufwände (Zeiten), die ein Arbeitsgang braucht,wie wir die Aufwände erfassen, wo wir sie dokumentieren, wie wir dann die Kapazitäten feststellen usw. Gleichzeitig lese ich mich ein. Ich bestelle mir ein Buch und lese ohne besondere Erkenntnisse, irgendwie fehlt mir der Praxisbezug und ich quäle mich durch verschiedene Internetseiten. Dann erinnere ich mich an meine Zeit als Leiter einer Forschungs-und Entwicklungsabteilung und unseren damaligen Problemen im Projektmangement. Wir hatten ständig unsere Projektzeiten im Aufwand und Durchlauf überschritten. Das Buch „die kritische Kette“ von E.Goldratt hatte uns dort neue Sichtweisen gebracht und wir konnten zumindest unsere Ergebnisse verbessern, vollständig behoben haben wir sie nicht. Aber trotzdem, mir gefiel damals aber die Art der Wissensvermittlung und ich glaube mich erinnern zu können, dass Goldratt auch einiges über die Produktionsplanung in einem seiner weiteren Werke zu sagen hatte. Also suche ich danach und es ward schnell gefunden und bestellt: „Das Ziel“ war der Titel. Es folgten 2 Wochen am Abend lesen, denken, sortieren ….

Schon im ersten Viertel des als Roman verfassten Bildungswerkes stellt einer Protagonisten eine interessante Frage: „Was ist das Ziel eines produzierenden Unternehmens?“. Die Antwort ist: „Das Ziel ist Geld verdienen!“. Da bin ich baff. Da machen wir uns jedes Jahr Gedanken über Ziele wie die Steigerung des Marktanteiles, die Erhöhung des Umsatzes, das Senken der Betriebskosten usw aber die einfachste Antwort sieht keiner. Veilleicht darf man das ja heut auch gar nicht mehr sagen: „Ich betreibe ein Unternehmen das Geld verdient“, oder vielleicht klingt es auch zu banal. Egal, ich sehe es auf jeden Fall gleich. Unternehmen haben alle nur ein Ziel, nämlich Geld verdienen und die oben genannten Ziele sind nur ein Umschreibung dessen, wie man das Ziel ereicht. All die Pseudoziele sind nur Rahmenbedingungen. Verdient man kein Geld ist man früher oder später betriebswirtschaftlich tot, auch wenn man 100% Marktanteil hat oder mit 50% im Jahr im Umsatz wächst. Damit habe ich mein Ziel gefunden. Das ist mein Startpunkt.

Ich nehme mir aber noch ein zweites Ziel. In jedem Projekt ist es ein Ziel, welches ich als erstes angehe, weil meine Erfahrung mir sagt, dass die Einstellung der Mitarbeiter zur Veränderung ganz wichtig und der Erfolgsgarant schlechthin ist. Ich habe Projekte scheitern gesehen, nur weil man die wirklich Betroffenen nicht berücksichtigt hat, sie vor vollendete Tatsachen gestellt und mit den Schwierigkeiten und Problemen der Veränderung alleine gelassen hat. Ich brauche eine klare Strategie zur Umsetzung der Veränderungen (Change) und dabei müssen die Mitarbeiter mit eingebunden werden. Am besten wäre es , wenn ich es schaffe, dass gar nicht die Führungsriege sich ändert, sondern die Mitarbeiter selbst für die Änderung verantwortlich sind. Dann können sie auch die Erfolge als ihre verbuchen und feiern!

Damit habe ich 2 klare Ziele:

  • Geld verdienen,
  • Change-Strategie finden

und ich kann beginnen meine nächsten Schritte zu planen:

  1. Wie gewinne ich die Mitarbeiter, um die kommenden Veränderungen mitzutragen?
  2. Wie messe ich, dass ich Geld verdiene?

Autor

Manfred Brunner – Ingenieur, Digitalisierer, Projektmanager, Querdenker, Technischer Redakteur, Sachverständiger, Heimwerker, Musiker, Familienvater, Mühlviertler – manfred.brunner@electronic-consulting.at


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