Projekte scheitern immer – Das kann gar nicht anders sein!




Projekt [lat.] das, Plan, Entwurf, Vorhaben, Unternehmen

Das ist ein Projekt. So steht es zumindest im Brockhaus. Vielleicht ist aber die Definition lt. diesem Link www.wikipedia.de/wiki/Projekt treffender?

Nüchtern, emotionslos sind die Definitionen des Begriffes „Projekt“ die in vielen Literaturen zu finden sind. Genauso werden Projekte und auch Projektmanagement betrachtet. Besonders die Abkürzung „SMART“ bei der Definition auf Wikipedia gibt dem Ganzen den Anschein einer zugrundeliegenden Logik und in sich widerspruchsfreien Beschreibung der Aufgaben und Notwendigkeiten in Projekten. Sehen wir uns mal die der Abkürzung zugrundeliegenden Eigenschaftswörter an.

  • S spezifisch:         Ziele müssen definiert sein
  • M messbar:          Ziele müssen messbar sein
  • A angemessen:   Ziele müssen relativ zum Aufwand verhältnismäßig sein
  • R realistisch:        Ziele müssen erreichbar sein.
  • T terminisiert:       Ziele müssen mit einem Termin versehen sein.

Alles Logisch und klar was zu tun ist, oder? Oder doch nicht ?

Ich erzähle Ihnen auf den nächsten Seiten wichtige Meilensteine der menschlichen Geschichte. Es ist eine Geschichte die unsere Kultur prägt. Eine Geschichte die zeigt,  wie wir denken und lernen. Eine Geschichte die zeigt,  wie wir unsere Umwelt bewerten und einordnen und wie wir unsere Ängste, Nöte und Krankheiten besiegen. Und dann sehen wir uns die Definitionen des Begriffes „Projekt“ noch einmal  an.

Bildquelle: pixabay.com

Vor ca. 2700 Jahren entwickelte sich auf dem Staatsgebiet des heutigen Griechenland eine neue Kultur. Die Philosophen eines Seefahrervolkes, die Griechen, begannen über die Natur nachzudenken. Das Wissen anderer Völker, speziell das der Babylonier und Ägypter, welches im Grunde immer zweckgebunden war,  versuchten Sie weiter zu entwickeln. Sie dachten, diskutierten und experimentierten über den bloßen Zweck der Verwendung von in der Natur gemachten Erfahrungen hinaus nach und stellten sich erstmals den Fragen zur  Erklärung des Universums auf Basis spekulativer Philosophie. Die Suche nach Erkenntnis durch Pythagoras, Thales von Milet  und vielen anderen beruhte nicht auf Religion, sondern auf dem Wunsch und den Drang das Universum zu verstehen. Besonders ein Mann hat nachhaltig bis zum heutigen Tage mit seiner Sicht der Natur die Menschheit geprägt: Aristoteles. (384 – 322 v. Chr.). Der Schüler Platons und Lehrer von Alexander dem Großen arbeitete wissenschaftlich und philosophisch auf den Gebieten der Naturlehre, der Metaphysik, der Ethik, Staatslehre, der Dichtungstheorie und Rhetorik. Nachhaltig blieben aber vor allem seine logischen Schriften, in denen Aristoteles auf der Grundlage von Diskussionspraktiken  die Argumentationstheorie (Dialektik) begründete und mit der Syllogistik die formale Logik.  Seine 4 Axiome der Logik lauten:

  1. Axiom „Satz der IdentitätAlles ist mit sich identisch und verschieden von anderem. (Gedankengut des Abendlandes)
  2. Axiom: „Satz vom WiderspruchsVon 2 Sätzen von denen einer das Gegenteil des anderen sagt, muss einer falsch sein. (Die Sonne scheint. Die Sonne scheint nicht.)
  3. Axiom: „Satz vom ausgeschlossenen DrittenVon 2 Sätzen von denen einer das vollständige Gegenteil das anderen aussagt, muss einer richtig sein. (Meine Haare sind schwarz; damit sind sie nicht blond, nicht rot, nicht brünett,….)
  4. Axiom:  „Satz vom zureichenden GrundeAlles hat seinen Grund warum es so ist, wie es ist. (Dieses Axiom kam später erst hinzu)

Warum erzähle ich Ihnen das überhaupt? Nun diese 4 Sätze definieren das „Aristotelisches Denken“. Und dieses Gedankengut hat Millenien überdauert und ist bis heute Grundlage der naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweise. Auf Basis dieser Axiome werden wissenschaftliche Entscheidungen getroffen, werden Widersprüche aufgelöst und logisch richtige Theorien veröffentlicht. Nur wer sich an diese Axiome hält, spricht  die „Wahrheit“, wer sich nicht daran hält, der redet Unsinn! Diese Denkweise greift in alle Bereiche der Forschung.

2000 Jahre später nach den Wirren der Völkerwanderung, dem finsteren Mittelalter und dem Aufstieg des Christentums beginnen die Naturwissenschaften  einen neuen Höhenflug. Besonders in Italien blühen die Orchideen der Forschung, der Wissensvermehrung. Wieder ist es ein Mann der herausragt und zum Verstehen der Welt und dem Begreifen eines Weltbildes Entscheidendes formuliert und definiert. Sein Name ist Galileo Galilei (1564 – 1642 n. Chr.). Der gläubige Katholik, der gerade aufgrund seiner Verurteilung durch die Inquisition berühmt wurde, war in der breiten Welt der Naturwissenschaften (damals noch der Philosophie gleichzusetzen) zuhause. Er beschäftigte sich mit der Bewegung von Körpern, mit optischen Phänomenen und der Astronomie. Grundlage der Beschreibung seiner gemachten Erfahrungen ist die Mathematik, die Arithmetik, die damit die Geometrie als Beschreibungsmethode der Naturwissenschaft ablöst. Galileo glaubt die Welt einzig über die Mathematik beschreiben zu können. Und darauf aufbauend beschränkt er seine Methode nicht alleine auf die Beobachtung der Natur, sondern er überprüft und verifiziert seine Ergebnisse durch Experimente. „Messe was messbar ist und was nicht messbar ist, mache messbar!“ ist  die Aufforderung an die Wissenschaftler jener Zeit sich den Naturphänomenen zu nähern und sie von Widersprüchen zu befreien.

Diese Philosophie der Betrachtung der Welt wirkt bis heute und ist die Basis jeder wissenschaftlichen Veröffentlichung. Galileo gilt damit als Begründer der modernen Naturwissenschaft. Damit sind die Grundlagen für ein neues Weltbild geschaffen. Die nachfolgenden „Superhirne“ wie Newton, Maxwell, Einstein, Bohr, Hawking usw. bedienen sich der Logik des Aristoteles und der Mathematik als Sprache zur Beschreibung der Welt, der Natur. Und sie halten sich an die Worte „Messe was messbar ist und was nicht messbar ist, mache messbar!“. Heute ist es oft schon so, dass zuerst das Verhalten, die Eigenart der Natur auf Basis der mathematischen Theorien berechnet wird, und dann erst mit Experimenten nachgewiesen wird. Man denke dabei nur an die Schwarze Löcher, Wurmlöcher, Higgs-Bosonen oder Dunkle Materie. Einsteins Relativitätstheorie und die Quantenmechanik sagen diese Phänomene vorher, und es liegt an den Heeren der Experimentierer unter den Wissenschaftlern sich nach und nach den Dingen zu nähern und diese Geheimnisse der Natur nachzuweisen.

Und die Erfolge der Denkweise von Aristoteles und Galileo sind phänomenal, unglaublich. Zusammen mit der Tochter der Wissenschaft, der Technik, hat sich unser Leben komplett verändert. Wir sind mobil geworden und haben fliegen gelernt, vielen Krankheiten ist der Schrecken genommen worden, jeder kann praktisch mit jedem weltweit kommunizieren, wir haben die ersten Schritte in den Weltraum gemacht und die Nahrungsmittelproduktion hat sich vervielfacht.  Besonders in der westlichen Welt, die der Wissenschaft uneingeschränkt und (beinahe) vorurteilsfrei hörig ist, hat Wohlstand, Glück und Zufriedenheit für den überwiegenden Teil der Menschen Einzug gehalten.

Die Wissenschaft hat es also geschafft, Leid und Not aus vielen Lebensbereichen zu verdrängen. Da kann der logische Schluss nur lauten, dass es der früheren, einzigen Institution, die das Leben verbessern soll, den Rang abgelaufen hat: Die Wissenschaft ist zur Religion geworden! Und so ist es nicht verwunderlich, dass wir diese Erfolgsgeschichte in alle unsere Lebensbereiche transformieren möchten. Alles muss nach den Axiomen von Aristoteles logisch sein, alles muss nach Galileo messbar sein. Wir messen die Intelligenz von Menschen mit Hilfe des Intelligenzquotienten, Gesund ist man dann, wenn die Blutwerte bestimmte Größen aufweisen, unser Wissen definieren wir anhand von Schulnoten und der Anzahl von besuchten Kursen und bei Konflikten klassifizieren wir diese, um sie einer Lösung zuzuführen. Überall liegt die Arithmetik dahinter als die einzig wahre Größe.

Die Erfolge der Naturwissenschaft prägen unser aller Zusammenleben. Wir lernen schon in der Schule nach den Regeln der Wissenschaft. Mathematik ist weitgehend Arithmetik, mit Geometrie beschäftigt man sich nur am Rande. Die Fächer Physik und Chemie sind ebenfalls von Logik und Experimenten klar nach den Vorgaben von Galileo bestimmt und selbst die Religion vermittelt uns das Wissen um Gott, Jesus Christus und den Propheten in „logischen“ Geschichten, obwohl der Kern der Botschaft nicht logisch ist, sondern die Unlogik des Lebens enthält (Der Widerspruch schlecht hin: „Du mußt sterben um zu leben!“). Von klein auf ist die wissenschaftliche Logik unser Maßstab. Menschen die im Sinne der Wissenschaft nicht logisch sprechen sind Spinner, Außenseiter, die von der Gesellschaft gemieden werden.

Noch ein weiterer Aspekt ist hier zu betrachten und der ist wohl der Wesentlichste, der Weitreichendste. Die Wissenschaft eliminiert Widersprüche in den Beobachtungen der Natur. Sie eliminiert die Götter und Geister. Beispielsweise waren die Planeten unseres Sonnensystems, ja die Sonne selbst in früheren Kulturen Götter. Sie waren damit mit Leben erfüllt. Die Moderne Wissenschaft hat sie zu Dingen gemacht, zu Felsbrocken die sich zwar bewegen, aber ohne Leben sind. Dies ließe sich in viele Bereiche weiterführen der Kontext ist aber klar: Die einzig logische Betrachtung der Welt eliminiert Gott, eliminiert Geister und letztlich das Menschliche, das Leben. Das Endziel auf diesem Weg heißt, wir werden zu Dingen. Stephen Hawking, den ich selbst verehre, hat einmal über seinen Tod folgendes gesagt:  „Ich sehe das Gehirn als einen Computer, der aufhört zu arbeiten, wenn seine Bestandteile versagen. Es gibt keinen Himmel oder Leben nach dem Tod für kaputte Computer. Das ist ein Märchen für Leute, die sich im Dunklen fürchten.“ (Aus einem Interview von Stephen Hawking mit dem britischen „Guardian“.)

Der „klügste“ Mensch der Welt glaubt nicht an ein Leben nach dem Tod, damit glaubt er eigentlich überhaupt nicht an das Leben! Er ist es auch, der in seiner „Keinen Rand“ Theorie mathematisch zu beweisen versucht, dass das Universum aus dem nichts entstehen kann und damit keinen Schöpfer benötigt. Der Schöpfer wäre damit eliminiert! Was bleibt dann? Die Naturwissenschaft als das einzig Wahre und Gültige, die einzige Religion?

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Was hat das mit Projektmanagement zu tun? Lesen wir nochmal die Definitionen von Projektmanagement auf Wikipedia am Beginn dieses Kapitels:

  1. Projekt [lat.] das, Plan, Entwurf, Vorhaben, Unternehmen
  2. Ein Projekt ist ein einmaliges Vorhaben, das aus einem Satz von abgestimmten, gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endtermin besteht und durchgeführt wird, um unter Berücksichtigung von Zwängen bezüglich Zeit und Ressourcen (zum Beispiel Geld bzw. Kosten) ein Ziel zu erreichen.

Diese Ziele bzw. die Zielvorgaben müssen nach den SMART-Regeln vorab formuliert werden (SMART = Spezifisch, Messbar, Akzeptiert, Realistisch, Terminiert) Projekt leitet sich ab von „lat. proiectum, Neutrum zu proiectus ’nach vorn geworfen‘, Partizip Perfekt von proicere ‚vorwärtswerfen’“. Bei Projekten wird unter ‚vorwärts‘ eine zeitliche Dimension verstanden.

Diese Definitionen des Begriffes „Projekt“ sind vollkommen mittlerweile ebenfalls geprägt von unserem Weltbild, der Logik und der Messbarkeit. Wir finden in den Beschreibungen messbare Größen wie Zeit, Kosten und Ressourcen. Die Begriffe hinter der Abkürzung SMART sind der Inbegriff der Religion „Naturwissenschaft“:

Spezifisch, messbar, akzepiert, realistisch und terminiert sind die Eigenschaften einer Projektzielvorgabe, die der Aristotelischen Logik und den Postulaten der mathematischen Messbarkeit Galileos genügen. Und wenn das so ist, so sagt uns unsere naturwissenschaftliche Erziehung, Erfahrung und Logik, muss ein Projekt erfolgreich sein. Man ist beinahe gewillt das zu glauben, weil es wahrhaftig einfach und logisch klingt. Doch warum scheitern dann so viele Projekte, wie wir in der Ausgangssituation sehen? Wenn das doch so einfach ist, kann es doch nicht sein, dass wir praktisch jedes Projekt in den Sand setzen. Woran krankt es?

Oder müssen wir heute die Frage nach dem Projekterfolg ganz anders stellen. „Scheitern die Projekte überhaupt? Wir bemessen den Erfolg ja nach den logischen Vorgaben der Messbarkeit. Es zählt Zeit und Geld. Doch schafft ein Projekt nicht einen erheblichen Mehrwert durch den Aufbau von Beziehnungen, Erfahrungen und Wissen? Das misst ja niemand. Was für einen Wert hat den eine Beziehung, eine Freundschaft, eine Erfahrung? Wie soll man das bewerten?

Wenn sich ein Projektmitarbeiter bei einer Aufgabe entscheidet, hier genauer zu arbeiten , mehr an Wissen anzueigenen, weil er denkt, dass es ihm bei zukünftigen Projekten helfen wird, er aber dadurch die vorgegebene Arbeitszeit überschreitet. Was ist dann? Betrachten wir es heute, dann hat er seine Aufgabe aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht erfüllt! (Betriebswirte sind dabei die schlimmsten , die „Engstirnigsten“; Ausnahmen bestätigen die Regel…)

Nun, ich selbst bin gelernter Nachrichtentechniker und Elektroniker,  und damit mit Technik und Wissenschaft eng verbunden, aber ich bin auch Manager seit fast 15 Jahren. Ich habe Entwicklungsabteilungen geleitet, bin im Produktmanagement und implementiere Qualitätsmanagementsysteme und bin heute massiv mit den Themen Big Data, Digitalisierung und Industrie 4.0 beschäftigt. Die Erfahrungen die man dort macht, die Erfolge aber vor allen auch die Misserfolge wandelten mein Bild  der Begriffe Technik, Organisation, Führung und Management.

Ich glaube mitlerweile, nein ich bin überzeugt davon,  dass die heutigen Denkweisen im Projektmanagement nicht ausgiebig zukunftsfähig sind.  So habe ich mit den obigen Definitionen und Beschreibungen von Projekten (und nicht nur hier)  mittlerweile wirklich Verständnisprobleme, ich halte Sie für oberflächlich und nicht den Kern der Aufgabe „Projekt“ treffend. Dieses Unbehagen äußerst sich einfach darin, dass die Definitionen ein ganz wesentliches, sogar das wichtigste Element im Projektmanagement völlig außer Acht lassen: den Menschen. Und gerade dies führt zu einem erneuten Widerspruch. Digitalisierung und Industrie 4.0 haben so den Nimbus, den Menschen aus den Wertschöpfungsketten zu entfernen. Um aber die Themen voranzutreiben müssen wir uns in Projekten organisieren und im Projektmanagement braucht es viel an Zusammenarbeit, an Miteinander. Das sind auch die Werte der Zukunft: Lernfähigkeit, Wissensgewinnung, Erfahrungsaustausch, Entscheidungen treffen, usw. Und dafür haben wir heute keine Messgrößen , keine Bewertungsmaßstäbe! Wobei ich gleich die Frage stelle, ob wir die wirklich brauchen…

Ein Projekt gibt es nur wenn Menschen zusammenarbeiten. Maschinen können, zumindest bis heute, keine Projekte abwickeln. Arbeiten Tiere an Projekten? Vielleicht ist der Bau eines Vogelnestes ein Projekt, oder Biber bauen einen Damm, auch das hat Ähnlichkeiten mit einem Projekt. Es gibt bei der Umsetzung  der Bauvorhaben begrenzte Ressourcen und auch die Zeit (der Termin) spielt eine entscheidende Rolle. Das Nest muss einfach zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein, damit die Jungen rechtzeitig vor dem Winter flügge werden können. Letztlich ist auch die Zusammenarbeit von mehreren Individuen gegeben. Also muss es ein Projekt sein?

Vielleicht ist das „Projekt“ keine Erfindung des Menschen, sondern ist ein natürlicher Vorgang. Ein Projekt ist also eine Art Organisationsform des Lebens zur Erreichung eines Zieles, und diene es „nur“ dem Zweck Nachkommen groß zu ziehen oder Schutz vor Feinden zu haben. Wenn das so wäre, dann können werden wir uns schwer tun mit der ausschließlichen Logik ein Projekt zu organisieren. Denn Leben ist nicht logisch, es trägt Widersprüche in sich. Es ist auch nicht vorhersehbar und damit nur mit einem erheblichen Maß an Unsicherheit planbar. Wollen wir das Menschliche und Lebendige in Projekten, also den Menschen selbst in den Begriff „Projekt“ wieder einfügen, so würde ich den Begriff so umschreiben:

Ein Projekt ist eine Anzahl von Aufgaben und unplanbaren Irrwegen, bei dem sich Menschen mit unterschiedlichem Wissen, Erfahrungen, Beziehungen und Werten zusammentun, um ein definiertes Ziel möglichst nach Plan gemeinsam zu erreichen.

Diese Formulierung verschiebt den Fokus von Zeit, Kosten und Ziel zum Wissen, zu den Erfahrungen und Werten, also zu den menschlichen Komponenten der Projektmitarbeiter. Gleichzeitig wird das damit individuelle der Projektmitarbeiter hervorgehoben. Das außergewöhnliche dabei ist, dass wir damit den erfolgreichen Pfad der Naturwissenschaft, den Pfad der Logik und Messbarkeit ein Stück weit verlassen und uns der Unvollkommenheit und den Widersprüchen der menschlichen Natur nähern. Natürlich werden wir es nicht schaffen, Projektmanagement ohne logische Methoden, Messgrößen und Arbeitsinhalten erfolgreich zu betreiben. Das eine wird ohne das andere nicht auskommen, wir werden beide Wege brauchen, den logischen und den menschlichen,  dies aber in einem ausgewogenen Verhältnis. Das ist eine große Herausforderung der Digitalisierung!

Und vielleicht sind dieses Gedanken auch Schwachsinn. Vielleicht bin ich auch ein Spinner. Aber ich denke ich habe das Recht so zu denken, ich habe das Recht zu denken, denn ich bin Mensch ;-).


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Bilder: www.pixabay.com



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