Elektronik Beratung – Das elektroniktaugliche Unternehmen

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Benötigen Sie für Ihr Produkt ein Edelstahlteil, welches im Sichtbereich Ihres Produktes montiert wird? Wenn nicht, nehmen wir einfach mal an, dass Sie es benötigen. Sichtteile in Edelstahl sind wichtig. Sie sind meist mit einer sauber geschliffenen oder gebürsteten Oberfläche ausgestattet und sollen den hohen Wert des gesamten Produktes unterstreichen.

Nun, wenn Sie diese Edelstahlteile in Ihrem Fertigungsbereich handhaben, so schützen Sie natürlich die Oberfläche vor mechanischen Schäden (Kratzer,…). Eventuell fassen Sie die Teile nur mit Handschuhen an, oder die Oberfläche der Teile ist mit einer Schutzfolie versehen um Fettflecken zu vermeiden. Sie schützen die Edelstahlteile gegen negative Umwelteinflüsse.

Es ist eigentlich ziemlich klar und für jedermann verständlich, wie sie mit den Teilen umgehen müssen. Gleiches machen Sie in Ihrem Fertigungsprozess wohl mit allen Teilen und Komponenten, die Sie für die Fertigung Ihres Produktes brauchen, ohne weiter darüber nachzudenken. Sie haben keine Probleme die Mitarbeiter daraufhin zu schulen, denn es ist ja klar verständlich, warum bestimmte umständliche Handgriffe (z.B. Handschuhe anziehen) notwendig sind.

Natürlich ist es für Sie als Hersteller eines Qualitätsproduktes klar, dass Sie auch Ihre neuen elektronischen Systeme entsprechend behandeln und diese Produktteile vor negativen Umwelteinflüssen während des Fertigungsprozesses schützen.




Elektronik ist aber anders!!

Die Umwelteinflüsse, die sie beachten müssen, erweitern sich. Es geht nicht nur mehr um Belastungen durch mechanische Einflüsse und chemische Belastungen, sondern auch um

  • Einflüsse durch elektrostatische Entladungen (ESD)
  • Einflüsse durch elektrischen Strom zum Beispiel bei Test oder Inbetriebnahmen

Erschwerend kommt hier aber noch hinzu, dass diese Einflüsse nicht immer sofort fühlbar und sichtbar sind. Trifft zum Beispiel eine elektrostatische Entladung eine elektronische Baugruppe, so ist es lange nicht gesagt, dass dies zu einem Defekt geführt hat. Die Baugruppe könnte unversehrt sein. Sie könnte aber auch so getroffen worden sein, dass Sie bei Ihnen den Test positiv abschließt und dann nach 2-3 Wochen Betrieb im Feld ausfällt. Das elektronische System wurde aber eigentlich bereits bei der Produktion „zerstört“. Sie haben also bereits mindere Qualität ausgeliefert.

Mitarbeitern ist es viel schwerer verständlich zu machen, warum bestimmte Vorkehrungen im Assemblierungsprozess einzuhalten sind, wenn der Schaden nicht umgehend ersichtlich ist. Das macht die Einführung von Elektronik im Unternehmen schwierig.

Das Umfeld in Fertigungsstätten (Assemblierungsstätten), in denen Elektronik verarbeitet wird, unterscheidet sich einfach von denen einer ausschließlich mechanischen Fertigung. Sie müssen Ihr Produktionsumfeld „elektroniktauglich“ machen. Dies betrifft einerseits die Produktionsstätten selbst und anderseits meist auch die Ausrüstung und das Wissen der Mitarbeiter, die mit Elektronik ja noch nie Kontakt hatten und damit über den Umgang damit nicht Bescheid wissen.

Unterschätzen Sie das Thema keinesfalls. Wenn Sie  Elektronikserien in Ihre Produkte verbauen. Bauen Sie unbedingt ein elektroniktaugliches Produktionsumfeld auf und sie werden sich viele Probleme im Feld und damit viel Geld ersparen!!

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Natürlich ist der Aufbau mit Kosten verbunden. Ich kann Ihnen aber aus Erfahrung sagen, dass diese im Vergleich zu beispielsweise durch ESD verursachte Feldausfälle wesentlich geringer sind (einen ESD-Arbeitsplatz auszurüsten kostet ca. 200-400 EUR). Es ist wesentlich teurer, wenn Sie einfach so drauf los produzieren und Elektronik verbauen, ohne sich um das Umfeld in Ihrer Produktion zu kümmern. Ich kann Ihnen auch sagen, dass alle, die sich zu Beginn dem Thema nicht widmen, schon nach kurzer Zeit dazu gezwungen werden, das passende Produktionsumfeld zu errichten. Das tragische daran ist, dass Sie dann die Kosten der „Umfeld-Errichtung“ und die der bereits aufgelaufenen Feldprobleme zu lösen haben.



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